Wohnsiedlung Worblaufen, Ittigen

1. Preis, Wohnsiedlung Worblaufen, Ittigen
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In Ittigen bei Bern entsteht vielseitig nutzbarer Wohn- und Lebensraum für rund 500 Menschen, der sich ästhetisch und nachhaltig bewusst in die einzigartige Landschaft einfügt. Die geplante Wohnsiedlung soll im Rahmen des Hauptstadtprojekts «Plusenergie-Quartiere» den Anforderungen eines Leuchtturmprojekts gerecht werden und strebt eine nachhaltige Entwicklung im Gebäudebereich an.

Der Landschaftsraum um Ittigen bei Bern zeichnet sich durch eine stark bewegte Topographie aus. Dem tief eingeschnittenen, mäandrierenden Flussverlauf stehen steile, durch Waldkörper und Plateaus gegliederte Böschungen gegenüber. Die wiederkehrenden Gehölzzungen entlang der Aare charakterisieren die Stimmung in Flussnähe und sind für die Bevölkerung von Ittigen sehr beliebte, viel besuchte Aufenthaltsorte für Freizeitaktivitäten.

Im Rahmen des Projekts «Plusenergie-Quartiere», gefördert vom Verein Hauptstadtregion Schweiz, konnte der Wettbewerbsbeitrag von Fischer Architekten überzeugen. Gefordert war eine «Siedlungsentwicklung nach innen» mit maximaler Ausnützung, eine dem Standort angemessene architektonische Qualität hinsichtlich Volumetrie, Gesamtwirkung und Gestaltung sowie eine nachhaltige, ressourcen- und klimaschonende Bauweise.

Dem Verlauf der Höhenlinien folgend werden sechs polygonale Gebäudekörper als Gesamtcluster präzis an die geschützte Allee auf dem Plateau gesetzt. Die willentliche Nähe und die Ausrichtung der Gebäude leiten sich in ihrer Setzung aus der Geländemorphologie ab. Die Baukörper stehen bewusst nicht parallel zueinander und lassen differenzierte, charaktervolle Zwischenräume entstehen. In Kombination mit der einzigartigen Landschaft wird eine Vielzahl von Sichtachsen, Raumbezügen und – abhängig von den Jahreszeiten – atmosphärischen Szenarien und Bildern erzeugt.

Die klare Grundrissstruktur erlaubt einen breiten Wohnungsmix für Jung und Alt. Ein flexibles, kommunikatives Wohnen neben- und miteinander ist möglich. Darüber hinaus ist die klare Gebäudestruktur bautechnisch äusserst wirtschaftlich und nachhaltig. Der modulare Aufbau der Struktur garantiert eine langfristige Attraktivität des ganzen Quartiers. Photovoltaik-Elemente auf den Dächern sorgen in Kombination mit rund 80 Prozent erneuerbarer Energie aus Fernwärme für die energetische Selbstversorgung des Quartiers nach Massstäben eines Plusenergie-Quartiers.

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Bauherrschaft
CPV Pensionskasse Coop
Aufgabe
Wohnüberbauung im Rahmen von «Plusenergie-Quartiere»
Auftragsart
Studienauftrag
Auszeichnung
1. Preis
Leistungen
Vorprojekt, Bauprojekt, Ausführungsplanung
Fachplaner
Klötzli Friedli Landschaftsarchitekten AG
tragwerkstatt (Bauingenieur)
Polke, Ziege, von Moos AG (HKLSE)
CSD Ingenieure GmbH (Nachhaltigkeit)
Realisierung
Losinger Marazzi AG
Bearbeitungszeit
2016–2022
Visualisierung
ZUEND www.zuendzuerich.ch
Presse
Test