SIM AG, Zürich

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Das Fabrik- und Wohngebäude stellte eine sachliche Antwort auf die damalige Diskussion des «neuen Bauens» dar und ist noch heute in seiner Urform erhalten. Die kleine sechsachsige Fabrikhalle weist für ihre Zeit moderne Elemente wie das Flachdach, die schmucklose Putzfassade und das grosse, mit Stahlsprossen unterteilte Fenster auf.

Das eigentliche Erstlingswerk der Fischer Architekten AG, das auf das Bürogründungsjahr 1929 und Wilhelm Fischer zurückgeht, steht am Letzigraben – heute eine Strasse im Westen der Stadt Zürich. Das Fabrik- und Wohngebäude stellte eine sachliche Antwort auf die damalige Diskussion des «neuen Bauens» dar und ist noch heute in seiner Urform erhalten.

Das Projekt besteht aus einer Fabrikhalle und dem zugehörigen Doppelwohnhaus. Die kleine sechsachsige Fabrikhalle weist für ihre Zeit moderne Elemente wie das Flachdach, die schmucklose Putzfassade und das grosse, mit Stahlsprossen unterteilte Fenster auf. Das Doppelwohnhaus hingegen wurde als einfaches Gebäude ausformuliert, dessen hochrechteckige Treppenhausfenster nur zaghaft auf die Moderne verweisen. Die Dekorationen des Türrahmens und der Fenstergitter erinnern an das Art déco, das flache Walmdach, der schmale Dachvorsprung und die Klappläden an purifizierte traditionelle Wohnhäuser.

Das Erstlingswerk lehnt sich somit an die Vertreter des neuen Bauens an, vermeidet aber ein klares Bekenntnis zur Moderne, da bei der Ausgestaltung auch mit traditionellen Elementen gearbeitet wurde. Insgesamt überzeugt das Gebäude durch eine reduzierte Formensprache und ein pragmatisches Raumgefüge.

 

Adresse
Letzigraben 120, 8047 Zürich, Schweiz
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Leistungen Projektierung, Ausführungsplanung und Bauleitung
Bearbeitungszeit 1929