Schweizerisches Landesmuseum, Zürich

Schweizerisches Landesmuseum, Zürich
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Ein neuer Vorplatz positioniert das Landesmuseum als Ensemble neben dem Bahnhof. Das Sockelgebäude schafft als neues, parkseitiges Plateau eine einladende Geste und kreiert einen neuen Wahrnehmungshorizont zur Stadt, zu den Flüssen, zum Park.

Das Landesmuseum Zürich (bis 2010: Schweizerisches Landesmuseum) ist das meist besuchte historische Museum der Schweiz und wurde 1898 in einem neu erbauten burgähnlichen Gebäude von Gustav Gull (Schweizer Architekt des Historismus) nordwestlich der Haupthalle des Hauptbahnofs beim heutigen Platzspitzpark eröffnet. Ab Sommer 2016 soll der vorgesehene Annexbau des Landesmuseums Platz für Ausstellungen, eine Bibliothek und einen Hörsaal bieten.

Der international ausgeschriebene Wettbewerb dafür fand 2001 statt. Dabei setzte der Vorschlag auf eine kompromisslos klare Lösung. An der Stelle des limmatseitigen Eingangsflügels öffnet er die einengende und auf den Bahnhof fixierte Museumsorientierung. Ein neuer Vorplatz spannt sich räumlich bis zum Wacheplatz und positioniert das Landesmuseum als Ensemble neben dem Bahnhof.

Das Sockelgebäude schafft als neues, parkseitiges Plateau eine einladende Geste und kreiert als urbane Museumsstrasse einen neuen Wahrnehmungshorizont zur Stadt, zu den Flüssen, zum Park. Diese so geschaffene Galerie bringt den Park ins Museum. Die rahmenden Neubauten sind über Lufträume mit der Parkgalerie verbunden, welche sich vertikal (Sihlbau) und zentripetal (Limmatbau) hochschrauben.

Durch den Abbruch des Limmatflügels entsteht eine grössere Durchlässigkeit zum Park. Der Hoftyp wird idealisiert, in seinem achsialen Bezug zum Park gestärkt und als kontemplativer Teil der Ausstellung, insbesondere durch die Parkgalerie erlebbar. Die abgebrochenen Fassaden erscheinen als ornamentale Spolien am Neubau.

Dieses Projekt wurde von Leuner & Zampieri gemeinsam mit Fischer Architekten AG bearbeitet.

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Adresse
Museumstrasse 2, 8001 Zürich, Schweiz
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Aufgabe Sanierung und Erweiterung
Auszeichnung Wettbewerb 2. Preis
Bearbeitungszeit 2000–2001