Malerrain, Kölliken

Malerrain, Kölliken, Fischer Architekten AG Zürich
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Der Ort der Ankunft ist auf der Westseite von der steilen Quartierstrasse Malerrain mittels einem grosszügigen Erschliessungs- und Eingangshof gebildet. Dieser wird einerseits durch das Wohngebäude und andererseits durch den offenen einfachen Autounterstand räumlich begrenzt, bergseitig definiert die vorhandene steile Topografie den Raumabschluss.

Der Siedlungsraum Kölliken wird vom Wald «Kölliker Tann» im Westen und vom Flusslauf Uerke im Osten begrenzt. Durch die exponierte Lage in Bezug zur Strasse steht der Ersatzneubau mit seinem Innenhof und der bewusst gesetzten Garagenremise im Scheitel der Kurve und ermöglicht so eine spätere Erweiterung im Westen der Parzelle. Diese präzise Setzung, die Ausrichtung und die Proportionen lehnen sich an den Bestand der Nachkriegsarchitektur an. Mit seiner klaren und einfachen Volumetrie markiert das Gebäude den Bezug zur Kantonsstrasse im Übergang vom Hang zur Ebene.

Der Ort der Ankunft ist auf der Westseite von der steilen Quartierstrasse Malerrain mittels einem grosszügigen Erschliessungs- und Eingangshof gebildet. Dieser wird einerseits durch das Wohngebäude und andererseits durch den offenen einfachen Autounterstand räumlich begrenzt, bergseitig definiert die vorhandene steile Topografie den Raumabschluss.

Die Verschiedenheit der Grundrisse entwickelt sich aus der Lage der Gebäude in Bezug zur nahen Umgebung und der Beziehung zu den Aussenräumen. Im Norden und Osten wird der Blick zur freien Landschaft mit Weitsicht geöffnet und im Süden schweift der Blick über die öffentlichen Gebäude wie Kirche, Gemeindehaus und Schulen. Der Nord-Typ erhält die Funktion eines Kopfes mit umlaufenden Balkonschichten innerhalb des Gesamtvolumens und beinhaltet die 3½-Zimmer-Wohnungen mit nach Westen gerichteten Zimmern und einem Tagesraum nach Osten. Der Süd-Typ mit seiner 4½-Zimmer-Wohnung ist geprägt durch den durchgehenden Tagesraum in Ost-West-Richtung. Die gleichwertigen Zimmer werden im Süden mit dem Ausblick auf den historischen Dorfkern belohnt.

Die Fassadenkonstruktion ist verputzt und erinnert an das örtlich Vorhandene. Das immer wiederkehrende, masslich gleiche Lochfenster unterstützt diese Haltung. Durch die rasterartige Anordnung der Räume ergeben sich klare, äusserst günstige statische Verhältnisse. Die Proportionen der Schlafzimmer sind im klassischen Verhältnis von 5:3 gewählt. Die präzise Setzung der raumhohen Fenster in Beziehung zur Zimmerwand und dem Zimmereingang lassen differenzierte Lichtverhältnisse zu – eine lichtbetonte und eine lichtabgewandte Seite werden erlebbar.

Dieses Projekt ist aus dem Fundus von Leuner & Zampieri (1990 - 2000).

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Adresse
Malerrain 1, 5742 Kölliken, Schweiz
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Aufgabe Neubau Mehrfamilienhaus
Leistungen Projektierung, Ausführungsplanung und Bauleitung
Bearbeitungszeit 1993–1995
Baukosten 1’705’000 CHF
Kubatur 3’100 m3