Krematorium, Aarau

Krematorium, Aarau
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Thema der Fuge zwischen grossvolumigen Gebäuden: Die Haut des Zwischenbaus wird durch ein rahmenloses Glasschild dargestellt, das eine ruhige, homogene Oberfläche bildet. Dunkel erscheint das behandelte Glas in der rückwärtigen Fuge am Tag. In der Nacht aber wird der erhellte Rücksprung zum scheinbar hervortretenden Leuchtkörper.

Die Sanierung befasste sich ausschliesslich mit dem Zwischentrakt. Dieser Bauteil musste zweckmässig den betrieblichen, technischen und gesetzlichen Ansprüchen angepasst werden. Die Besucherräume waren benutzerfreundlich zu gestalten.

Der Mittelbau – die Fuge – wurde im Erd- und Untergeschoss in östlicher sowie in westlicher Richtung erweitert. Der Eingriff ist der klassizistischen sowie der modernen Abdankungshalle untergeordnet.

Die Haut des Zwischenbaus wird durch ein rahmenloses Glasschild dargestellt, das eine ruhige, homogene Oberfläche bildet. Dunkel erscheint das behandelte Glas in der rückwärtigen Fuge am Tag. In der Nacht aber wird der erhellte Rücksprung zum scheinbar hervortretenden Leuchtkörper.

Die mit grauer Farbe beschichtete Glaswand, durch den Künstler Hugo Suter gestaltet, erhält ein grossflächiges Schriftbild, das mit den Randabständen und «Flattersatz»-typografischen Regeln gehorcht. Grundlage des Schriftbildes ist ein Text (auf durchsichtige Rechteckflächen abstrahiert) aus dem Alten Testament. Trauernde können so von aussen nicht beobachtet werden und fühlen sich dennoch nicht eingeschlossen.

Dieses Projekt ist aus dem Fundus von Leuner & Zampieri (1990 - 2000).

 

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Adresse
Rosengartenweg 1, 5000 Aarau, Schweiz
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Bauherrschaft
Stadtbauamt Aarau
Aufgabe Sanierung und Erweiterung Krematorium
Auszeichnung Wettbewerb 1. Preis
Bearbeitungszeit 1997–2001
Herausforderung Städtebaulicher Kontext, Bestandesbauten
Baukosten 1,7 Mio. CHF
Kubatur 1800 m3