Kinderspital, Luzern
ARGE mit Weber Reinhardt

Kinderspital, Luzern, Fischer Architekten AG Zürich

Der mit dem ersten Preis ausgezeichnete Wettbewerbsbeitrag schlägt für das Kinderspital Luzern einen kompakten Ersatzneubau vor. Das Projekt überzeugt durch eine klare innere Organisation und durch eine differenzierte Innenwelt mit viel Licht, Transparenz und überraschenden räumlichen Beziehungen.

Das Kinderspital des Luzerner Kantonsspitals liegt in Reuss-Nähe an der nordwestlichen Peripherie des Luzerner Stadtzentrums. Vor dem Hintergrund der freien Spitalwahl und der damit verbundenen Bedeutung, infrastrukturmässig weiterhin auf dem neusten Stand zu bleiben, wurde ein Projektwettbewerb für eine Modernisierung des Spitals ausgeschrieben. Der bauliche Eingriff sollte die steigenden Patienten- und Mitarbeiterzahlen genauso berücksichtigen wie etwa den medizinischen Fortschritt und die strengeren Qualitätsvorschriften.

Während der Projektbearbeitung wurde klar, dass durch die geforderten Massnahmen und die damit einhergehenden räumlichen Veränderungen das bestehende Raster nicht mehr anwendbar ist. Der deshalb vorgeschlagene kompakte Ersatzneubau übernimmt die vorhandene städtebauliche Körnung und positioniert sich in räumlicher Beziehung zur bestehenden Augenklinik. Ein gemeinsamer Vorplatz bildet den Ort der Ankunft. Das Kinderspital überzeugt durch eine klare innere Organisation und Übersichtlichkeit. Die Besucher können vom Funktionsgeschoss mit Operationsabteilung, Akut- und Intensivstation entkoppelt in die Tagesklinik geführt werden.

Das zweigeschossige Foyer und die zwei versetzt angeordneten Höfe brechen das starre Raumgefüge auf, und es entsteht eine differenzierte, kinderfreundliche Innenwelt mit viel Licht, Transparenz und überraschenden räumlichen Beziehungen in einer für das Kind geeigneten Massstäblichkeit.

Adresse
Kantonsspital 33, 6004 Luzern, Schweiz
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Aufgabe Ersatzneubau Kinderspital
Auftragsart Wettbewerb nach Präqualifikation, ARGE mit Weber Reinhardt
Auszeichnung 1. Preis
Leistungen Projektierung (Auftrag wurde aus finanziellen Gründen sistiert)
Bearbeitungszeit 2009–2010
Herausforderung Integration in vorhandenen Spitalkomplex, Wirtschaftlichkeit